Alcatel-Lucent OS6900 Virtual Chassis aktivieren

Donnerstag, 3. Januar 2013 10:19

Mit dem neuen Firmware Release 7.3.1.632 kann man jetzt 2* 6900er oder 2* OS10k stacken.
Das ganze nennt sich dann Virtual Chassis und funktioniert (erstmal) nur für 2 Chassis.

Im Vergleich zu MC-LAG sollte das eine deutlich einfachere Konfiguration mit sich bringen, da man nur noch ein logisches Gerät hat und z.B. einen LACP agg nur noch da konfiguriert (statt vorher auf beiden Geräten identisch).

Vergleichbar also mit Cisco VSS bei den 6500 (und bald 4500).

Was ist notwendig?
1. eine Advanced Licence (zum testen kann man auch die 5 Tage Lizenz mittels

debug demo-license

einspielen.
Ein paar Zeilen Konfiguration.

Sinnvollerweise macht man sich ein Testverzeichnis und macht die Experimente da drinnen.

mkdir v_chassis
cp /working/* v_chassis

Man braucht natürlich das richtige AOS in dem Verzeichnis (7.3.1.632) und startet dann den Switch mit der 7.3.1.632
reload from v_chassis no rollback-timeout

Auf dem 1.Chassis gibt man als Chassis-ID die eins, auf dem zweiten die 2.
Plant man mehrere solcher Konstrukte sollte man unterschiedliche Gruppen wählen, damit die Split Brain Detection funktioniert (muss man ja bei MC-LAG auch)

Sinnvollerweise vergibt man auch gleich EMP Adressen – darüber wird später eine Split-Brain Detection gemacht, falls der VF-Link mal weg ist. Die Chassis müssen sich also über das EMP Interface gegenseitig erreichen können, eine 1:1 Direktverbindung ist aber nicht sinnvoll/machbar (zumindest nicht wenn man man mehr CMMs z.B. OS10k) verbinden muß.

1.Chassis

virtual-chassis configured-chassis-id 1
virtual-chassis vf-link 0 create
virtual-chassis vf-link 0 member-port 1/1
virtual-chassis chassis-group 2
ip interface emp address 192.168.252.1/24
write memory
convert-configuration to v_chassis

2.Chassis

virtual-chassis configured-chassis-id 2
virtual-chassis chassis-group 2
virtual-chassis vf-link 0 create
virtual-chassis vf-link 0 member-port 1/1
ip interface emp address 192.168.252.2/24
write memory
convert-configuration to v_chassis

Danach startet man beide Chassis mit der neu erstellten Virtual Chassis Konfiguration (siehe vcboot.cfg/vcsetup.cfg im v_chassis Ordner)

Auf beiden Chassis:

reload from v_chassis no rollback-timeout

Nach dem booten sieht man auf dem primären (Master) das andere Chassis Ports des anderen Gerätes und kann wie in einem gewöhnlichen Stack damit hantieren.

 show virtual-chassis topology 
Local Chassis: 1
                                        Config 
 Chas  Role         Status              Chas ID  Pri   Group  MAC-Address      
-----+------------+-------------------+--------+-----+------+------------------
 1     Master       Running             1        100   2      e8:e7:32:XX:XX:69
 2     Slave        Running             2        100   2      e8:e7:32:XX:XX:89

 show chassis 
Local Chassis ID 1 (Master)
  Model Name:                    OS6900-X40,
  Module Type:                   0x5062202,
  Description:                   Chassis,
  Part Number:                   902910-90,
  Hardware Revision:             B08,
  Serial Number:                 M366XXXX,
  Manufacture Date:              Sep 11 2011,
  Admin Status:                  POWER ON,
  Operational Status:            UP,
  Number Of Resets:              29,
  MAC Address:                   e8:e7:32:XX:XX:69

Remote Chassis ID 2 (Slave)
  Model Name:                    OS6900-X40,
  Module Type:                   0x5062202,
  Description:                   Chassis,
  Part Number:                   902910-90,
  Hardware Revision:             B08,
  Serial Number:                 M366XXXX,
  Manufacture Date:              Sep 11 2011,
  Admin Status:                  POWER ON,
  Operational Status:            UP,
  Number Of Resets:              42,
  MAC Address:                   e8:e7:32:XX:XX:89


->show interfaces status 
 Chas/                   DETECTED-VALUES         CONFIGURED-VALUES    
 Slot/    Admin  Auto  Speed   Duplex  Pause   Speed   Duplex  Pause  Link
 Port     Status Nego  (Mbps)                  (Mbps)                 Trap
---------+------+----+--------+------+-------+--------+------+-------+-----
  1/1/1      en   dis   10000   Full     -     10000    Full     -     dis
  1/1/2      en   dis     -      -       -     10000    Full     -     dis
  1/1/3      en   dis     -      -       -     10000    Full     -     dis
 [.. snip ..]
 1/1/40     en   dis     -      -       -     10000    Full     -     dis
  2/1/1      en   dis   10000   Full     -     10000    Full     -     dis
  2/1/2      en   dis     -      -       -     10000    Full     -     dis
 [.. snip ..] 
 2/1/40     en   dis     -      -       -     10000    Full     -     dis

Will man LACPs anlegen geht das “wie immer”:

linkagg lacp agg 1 size 2 admin-state enable name "To_DC" actor admin-key 1 
linkagg lacp agg 2 size 2 admin-state enable name "To_RZ" actor admin-key 2
linkagg lacp port 1/1/31 actor admin-key 1
linkagg lacp port 2/1/31 actor admin-key 1
linkagg lacp port 2/1/39 actor admin-key 2
linkagg lacp port 1/1/39 actor admin-key 2

->show linkagg port 

Chassis/Slot/Port  Aggregate   SNMP Id   Status    Agg  Oper   Link Prim
-------------------+----------+--------+----------+----+-----+-----+----
         1/1/31     Dynamic      1031   ATTACHED      1  UP   UP    YES
         1/1/39     Dynamic      1039   ATTACHED      2  UP   UP    NO 
         2/1/31     Dynamic    101031   ATTACHED      1  UP   UP    NO 
         2/1/39     Dynamic    101039   ATTACHED      2  UP   UP    YES

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Alcatel Command-log aktivieren

Donnerstag, 20. Dezember 2012 14:03

Manchmal ist es recht spannend zu wissen, wer, wann was für Befehle eingegeben hat.

Bei Cisco gibt es dafür archive log, bei Alcatel heißt das ganze command-log.
Da man hin und wieder das auch am Syslog Server haben möchte kann man auch ein remote command-log aktivieren.

die notwendigen Befehle dafür sind:

swlog output socket 192.168.1.70 remote command-log
swlog remote command-log enable
swlog console level info
command-log enable

anschauen kann man das command-log mit:

show command-log

Command : command-log enable
  UserName : admin
  Date     : THU DEC 20 13:38:49 
  Ip Addr  : 192.168.1.11
  Result   : SUCCESS

Das beim Syslog die IP Adresse nicht mitgesendet wird ist ein bekannter Bug, der in einer der nächsten Maintanance Releases behoben wird.

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Alcatel OmniSwitch 6250/6450 Password Recovery

Dienstag, 11. Dezember 2012 14:50

Man verbindet sich mit der Konsole,

Unterbricht die boot Squence boot sequence indem man “s” drückt.

Danach löscht man die Datei UserTable5 im Verzeichnis /networks

[Miniboot]->cd "network"
value = 0 = 0x0
[Miniboot]->ls
.
..
userTable5
lockoutSetting
policy.cfg
ssh_host_dsa_key
ssh_host_dsa_key.pub
value = 0 = 0x0
[Miniboot]->xdelete "userTable5"
value = 0 = 0x0
[Miniboot]->reboot
mgi0 Interface Down
mgi0 Interface Stopped
WARNING: "sysResetHardwareFlag" flag is SET, forcing CMM board reset.

Danach gibt es keine User mehr, d.h. mit admin/switch kann man sich einloggen, man muss aber sämtliche user neu anlegen, z.B. für SNMP o.ä.

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Alcatel QoS als Dreizeiler

Montag, 10. Dezember 2012 16:57

Um ein Voice VLAN auf Alcatel Switchen zu priorisieren reicht ein Dreizeiler:
Beispiel: Source VLAN 33, dscp soll auf 46 gesetzt werden.

policy condition from_voip_vlan source vlan 33
policy action set_dscp dscp 46
policy rule prio_voip condition from_voip_vlan action set_dscp
qos apply

DSCP 46 heißt bei Alcatel Queue 5.

Befehle zum überprüfen:

show active policy rules
show qos port
show qos queue X/Y show qos queue statistics X/Y

letztere Befehl zeigt bei mir nur auf nem 6250/6450 etwas auf 6850 war da immer 0…

Hat man nen Uplink (z.B. Leased Line) die nur 20 Mbit/s verkraftet kann es sinnvoll sein den letzten Port auf der eigenen Seite zu beschränken (wenn der Providerrouter kein QoS macht):

qos port 1/20 maximum egress-bandwidth 20M

oder

qos port 1/20 maximum bandwidth 20M

zurücksetzen mit

qos port 1/20 reset

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IPv6 daheim mit einen SixXS Tunnel und einer Fritzbox

Dienstag, 14. August 2012 22:55

Für jeden kommt irgendwann die Zukunft, warum also nicht selber aktiv werden?
Um zumindest am Ball zu bleiben, habe ich mir vorgenommen IPv6 bei mir einzuführen.
Da die Telekom kein natives IPv6 anbietet bleibt die Lösung mit einem Tunnel Broker wie Hurricane oder SixXS.

Ich habe mir einen Zugang bei SixXS bestellt, was alles recht einfach ist:
Man registriert sich auf www.sixxs.net/signup/create/ und erstellt sich einen handle: Formular ausfüllen, bei dem muss auch eine Reason angeben werden – ein ehrliches “IPv6 is the future – i want to test to be ready” reicht da aus.
Andere Antworten sicherlich auch.
Es folgt eine kurzes Email ping pong um seine Email zu prüfen, danach wird der Antrag händisch überprüft.
Das dauert ein paar Tage – bei mir waren es 4 Werktage (+ Wochenende).

Danach hat man Zugriff aus sein Userkonto, dort beantragt man ein prefix, damit man einen ipv6 Tunnel nutzen kann.

Welchen der deutschen Endpunkte man wählt ist erst mal egal, kürzere Strecken sind prinzipiell besser für die Laufzeit. Ich habe netcologne gewählt, alternativ hat er mir Hamburg und Leonberg angeboten.

Die Tunnelerstellung geht dann schnell (bei mir 20 Minuten).

Ich hab meinen Tunnel über die Fritzbox etabliert, nachdem man in die erweiterte Ansicht gewechselt hat trägt man unter Internet -> Zugangsdaten -> IPv6 seine Daten ein: Usernamen und Passwort von SixXS, TunnelID bekommt man mit dem Prefix.

Fritzbox-Einstellungen

Danach sollte man Unter Übersicht seine IPv6 Adresse haben:

Fritzbox-Übersicht

Hat man im Netzwerk einen IPv6 fähiges Gerät (z.B. Windows 7 PC) kann man mittels
ipconfig /all
In einem Command prompt schauen ob der PC am Ethernet Interface eine IPv6 IP aus dem eigenen Bereich bekommen hat. Wenn ja kann man den ersten Test nach extern wagen:

http://hostblogger.de zeigt an ob man per v4 oder v6 da ist.
Beim kame project bewegt sich die Schildkröte, wenn man iIPv6 nutzt.
Test-IPv6
..
..
Sollten die Test alle erfolgreich sein: herzlichen Glückwunsch: IPv6 läuft.

Zumindest die Fritzbox läßt defaultmäßig keinen IPv6 Verkehr nach innen, d.h. man braucht keine Sorge zu haben, dass die eigenen PCs dann von außen im Internet erreichbar sind, das mag bei anderen Routern anders sein.. also vorsichtig! Man kann testweise seine IP von extern pingen: z.B. auf http://centralops.net/co/Ping.aspx einen Ping auf die PC Adresse: [2a01:4f8:dead:beef::2] mit “require ipv6″ erzwingt man IPv6. Es sollte ein destination prohibited zurückkommen.

Soweit so gut. In einem anderen Artikel wird es um die Einrichtung von IPv6 am Server gehen.

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Owncloud 4 Kalender mit iPhone Fehlermeldung

Freitag, 25. Mai 2012 10:09

Die Idee seine Kalenderdaten nicht bei einem externen Anbieter (Apple, Google, … ) zu haben ist reizvoll. Was geht es Google an wann ich meinen Zahnarzttermin habe und warum sollte Apple Wissen, wann mein nächster Kundentermin stattfindet.

Es gibt die Möglichkeit komplette Kollaborationssuiten zu nehmen (Zimbra/OpenExchange/…) aber auch einen reinen Caldav Server (z.B. calendarserver). zuletzt häufig in den News war Owncloud, was eine komplette Cloud inklusive Fotos, Musik und Kalender auf eigener Hardware ermöglicht.

Ich hatte bislang calendarserver auf Debian im Einsatz, das funktioniert auch relativ gut, die Konfiguration mittels XML Dateien ist umständlich und beim parallelen Zugriff auf verschiedene Kalender (Meinen, den meiner Frau) gemischt mit Lightning am PC kommt es häufiger mal zu Problemen.

Also habe ich Owncloud 4 ausprobiert.

Die Installation ist einfach, ein paar PHP Module und das Paket einfach entpacken. Fertig. Schicke Oberfläche, wenn auch etwas langsam (mag an meinem DualCore Celeron Server liegen).
Bilder hochladen geht, aber wichtig war mir der Kalendar.

User anlegen, zwei Termine eintragen und dann im Lightning als externen Kalendar einrichten. Klappt problemlos, die URL kann man sich einfach kopieren.
Am iPhone war es garnicht einfach. Die Anleitungen genau befolgt und das iPhone quittiert das ganze mit einem “Kalender-Account
Account-Information konnten nicht überprüft werden”

Viel probiert, Webserver neu installiert (von Lighttpd auf Apache, testweise auf Ubuntu LTS usw..) keine Chance.

Nach viel probieren habe ich die richtige Antwort bekommen: Die Dokumentation ist falsch/veraltet der richtige Link lautet: ADDRESS/remote.php/caldav/principals/username/

Und nicht ADDRESS/apps/calendar/caldav.php/principals/username

Danach funktioniert das Einbinden des Kalenders im iPhone und jetzt kann der Test beginnen.

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